Willkommen auf den Philippinen!  

(teilweise übernommen mit freundlicher Genehmigung von Michael Effelberger)

 

 

 

   

Die Philippinen bestehen aus 7.107 Inseln, davon sind ca. 2.000 Inseln bewohnt. Die Inseln sind in vier Gruppen eingeteilt:


 

 



 

 

1. Im Norden Luzon mit der Hauptstadt Manila

 

 

 

2. In der Mitte liegen die Visayas mit der Insel Cebu

 

 

3. Im Süden Mindanao und der Sulu-Archipel

 

 4. Im Westen Palawan mit über 1.700 Inseln

 

Reisefüchse fliegen Cebu als ersten Landepunkt auf den Philippinen an. Das ist seit einigen Jahren leicht machbar und erspart den Stress mit dem Moloch Manila. Man wird die ganze Atmosphäre, schon im Flughafen-Terminal beginnend, angenehmer und entspannter als in der Hauptstadt empfinden; außerdem ist alles viel kompakter und übersichtlicher.
 



City Hall von Cebu City

Cebu ist ca. 350 Km lang und maximal 40 Km breit. Mit der Hauptstadt Cebu City ist die Insel Cebu das Zentrum der Visayas. Sie liegt gut geschützt zwischen den Inseln Negros, Leyte und Bohol.

Cebu wird gerne als das Herz der Visayas bezeichnet. Und tatsächlich schlägt der Puls des Lebens auf dieser Insel etwas schneller als auf den Nachbarinseln. Die Cebuanos ruhen sich nicht auf traditionellen Lorbeeren aus, dem alten Geld. Sie schaffen neues. Cebu ist eine der dynamischsten Wirtschaftsregionen und Investitionszentren der Philippinen. Eine tatkräftige chinesische Minderheit, die bereits seit Jahrhunderten auf Cebu lebt und längst mit der lokalen Bevölkerung verschmolzen ist, treibt den Motor der jungen Industrie an. Begünstigt wird Cebu´s Unternehmertum durch den Tiefseehafen, der bereits vor Ankunft der Spanier Schiffe aus Siam, China und Arabien abfertigte, als Cebu noch Sugbo hieß. Das Rückgrat der Insel bildet ein Gebirgszug, wobei der Süden und Norden ein flaches landwirtschaftlich genutztes Gebiet darstellt. Auf Cebu werden Kupfer, Gold, Silber, Eisen und Kohle abgebaut. 

Die sehenswerte Hauptstadt der Insel heißt CEBU CITY. Sie ist mit ca. 950.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt der Philippinen. Die Cebuanos nennen sie die "Königin des Südens". Sie ist die älteste spanische Gründung auf den Philippinen.




    
Typischer Straßenverkehr in der City

    

und überall die Jeepneys, die Sie für wenige Pesos durch die Stadt transportieren.

    

Im Feierabendverkehr ab 17.00 Uhr ist das Vorwärtskommen schwierig, da helfen einem Ortskenntnisse, um nach Hause zu kommen!

Cebu City ist der kulturelle und geistige Mittelpunkt der Visayas. Folgende Sehenswürdigkeiten sollte man sich nicht entgehen lassen:

Basilica Minore del Santo Niño 

Erbaut als San-Augustinos-Kirche im Jahr 1565, um den Santo Niño aufzunehmen, die Skulptur eines Jesusknaben mit Juwelenkrone, den Magellan der ersten Konvertitin Juana von Cebu, geschenkt hatte. Die Basilika in der Juan Laguna Street, in ihrer jetzigen Bauweise aus dem Jahr 1740, wird als die Wiege des Christentums in Ostasien verehrt.

 

Fort San Pedro 

Der Grundstein zur dieser Festung in Cebu City wurde am 08. Mai 1565 von Legaspi persönlich gelegt. Er benannte sie nach dem Schiff, mit dem er den Pazifik überquert hatte. Die Festung sollte plündernde Piraten abwehren. Das Fort ist restauriert worden. Es liegt an der Plaza Indepencia. Im Hof befindet sich das Department of Tourism.



Lapu-Lapu Monument 

Die Statue des tapferen Häuptlings, der Magellan besiegte, steht heute als Symbol gegen den Kolonialismus vor der Lapu-Lapu City Hall auf der Insel Mactan vor den Toren der Stadt.




Magellan´s Cross 

Wo vermutlich am 14. April 1521 die erste katholische Messe auf den Philippinen gefeiert wurde, ließ Magellan dieses Kreuz aufstellen.

   

 Das ursprüngliche Kreuz ist von einem neuen schwarzen Holzkreuz ummantelt und steht in einem Pavillon an der Magellanes Street in Cebu City. Magellan´s Monument am Strand von Mactan bezeichnet den Ort, an dem der Spanier den Tod fand.
 

Hier einige Sehenswürdigkeiten aus der Stadt

       
Die Mango Avenue                            

    Mactan Bridge von Cebu City nach Mactan Island



     
Kaufhaus "Metro"
 


 

Der Osmeña Boulevard 

bei Nacht 

 

 

 

 

und in der Dämmerung.

 

 

 

Ayala Einkaufscenter von innen!


 

 

Die Colon Street in Cebu City

 

 

 

                                            Taoist Temple 



Die Größe dieses Tempels zeugt von dem Einfluss und Reichtum der chinesischen Minderheit auf Cebu. 


Er steht auf einer Anhöhe außerhalb der Stadt in Beverly Hills, dem Millionärsviertel von Cebu City. Bewacht wird der Tempel von gewaltigen Steinlöwen.

 

 

 

Tops 

Diese Aussichtsplattform auf dem Busay Hill erlaubt einen guten Rundblick über Cebu City und Mactan Island bis nach Bohol.

Restaurants

Keine Straße in Cebu City, in der es nicht ein oder mehrere Restaurants gäbe. Philippinische, koreanische, chinesische, französische, deutsche, Schweizer Speisen - alles da. Österreichische Spezialitäten? Bitt´ schön. Wie in Manila findet man zudem im Souterrain der großen Kaufhäuser ganze Ketten ausgezeichneter Futterkrippen.
Es wäre unfair, aus dieser Riesenmenge einzelne Favoriten herauszufiltern und als besonders gut vorzustellen. Selbst auf kulinarische Tour gehen - es lohnt sich!

Cebu City bei Nacht

Ein Ähnliches gilt für die zahllosen und immer mehr werdenden Kneipen, Discos und Nightclubs der Stadt. Cebus nächtliche Szene ist überaus rege, zumal gut verdient wird und das Geld locker sitzt.

 


Ein kleiner Tipp nur: Manche der verteufelt gut aussehenden Frauen sind gar keine ...

 

 

 

Feste 
Außerordentlich sehenswert ist das Sinulog-Fest, das am dritten Sonntag im Januar begangen wird, und auch Fiesta Senyor genannt wird, es ist dem Niño gewidmet. Endlose, weit über den eigentlichen Feiertag fortgesetzte Prozessionen finden dann statt und farbenprächtige Tanzveranstaltungen in den Straßen; sinulog bedeutet etwa "Tanzgewoge". Hier einige Bilder vom Sinulog-Fest 2003:

                         

Am 3. April und 12. Juni werden Feste in Verbindung mit der Erlangung der Unabhängigkeit gefeiert. Etwa ein weiteres Dutzend Fiestas im Jahr gibt es außerhalb der Stadt.
 

Informationsblatt Philippinen

Einreisebestimmungen: Gültiger Reisepaß (Gültigkeitsdauer bei Ankunft noch mind. 6 Monate) für einen Aufenthalt bis zu 21 Tagen ohne Visum. Von 21 bis 59 Tage Touristenvisum. Zu beantragen vor Ablauf der 21 Tage bei der Immigration Cebu City  gegen Gebühr. Eine Verlängerung des Aufenthalts bis auf maximal 1 Jahr ist möglich. Nachweis der Rück- oder Weiterreise sowie ausreichende Geldmittel.

Währung: Philippinischer Peso; 1 € = ca. 63 Pesos.

Sprache:  Landessprache: Filipino   Fremdsprache: Englisch

Ortszeit: Sommerzeit MEZ + 6 Std. - Winterzeit MEZ + 7 Std.

Stromspannung: 220 Volt Wechselstrom, 60Hz. Adapter erforderlich.

Impfungen: Es sind keine Impfungen vorgeschrieben (außer Gelbfieber bei einer Einreise aus einem Infektionsgebiet). Malariaprophylaxe wird auf einigen wenigen Inseln empfohlen (Palawan).

Reiseschecks: Können bei Banken und "Money Changers" in Landeswährung gewechselt werden, der Kurs liegt allerdings 1-2 Pesos pro € niedriger als bei Bargeldumtausch.




 

Kreditkarten: Werden mittlerweile in größeren Resorts und Touristengebieten angenommen. 

Aufschläge bis zu 10% als Bearbeitungsgebühr aufgrund fehlender Bankverbindungen im Landesinneren sind üblich.

Einige Banken in Manila geben Bargeldvorschuss auf VISA und Masterkarten ohne Aufschläge, Bargeld also besser in Cebu City auf der Bank abholen (z. B: Equitable Bank) dort erhält man je nach Kreditkartenart täglich bis zu 200,000,-- Peso (ca. 3,350,-- €). Bargeld kann auch mit der EC-Karte am Geldautomaten geholt werden. Der Vorteil, die Abbuchungsgebühr beträgt für eine Geldtransaktion nur ca. 4,-- €, der Nachteil ist, man kann täglich nur max. 30,000,-- Peso (ca. 425,-- €) abheben.

 

Wie sicher sind die Philippinen?

Diese Frage hören wir immer wieder und sie ist wohl darin begründet, dass die Medien in Europa über die Philippinen eigentlich nur berichten, wenn sich bedauerliche und zu verurteilende Entführungen ereignet haben. Irregeleitete Fanatiker gibt es leider überall auf der Welt, so dass man nirgendwo wirklich sicher sein kann. Aber man sollte bedenken, dass die Philippinen nicht aus einer einzigen Insel bestehen. Die wirklich kleine Gruppe philippinischer Terroristen ist nicht wegzudiskutieren, aber es gibt eigentlich nur zwei oder drei Plätze auf den Philippinen, wo sie sich aufhalten. Das betrifft nur einen winzigen Teil von Mindanao und die Sulu-See. Wir befinden uns hier aber in den Central Visayas, 600 Km entfernt und durch das Meer getrennt, und hier ist Terrorismus ein Fremdwort. Wer natürlich mit seinem Reichtum protzt, der braucht sich weder auf den Philippinen noch in irgendeinem anderen Land der Welt zu wundern, wenn er Diebe ermutigt. Ich persönlich haben mich nie unsicher gefühlt, sonst wäre es auch schwer vorstellbar, warum ich seit 1978 auf den Philippinen lebe.

Deshalb noch einmal - Herzlich willkommen auf den Philippinen! Ein tolles Reiseland mit herrlichen Tauchplätzen, schönen Stränden, vielfältigen Landschaften und unglaublich netten und gastfreundlichen Menschen.

 

Land und Leute

Betrügerische Taxifahrer, manchmal mehrere Tage Regen, eine Stunde vor Abfahrt ist die Fähre vom Fahrplan gestrichen :-(. Erwarten Sie nicht das Paradies! Es hat so seine kleinen Fehler!
Aber wenn irgend etwas einem Paradies auf Erden ähnelt, so sind es die Philippinen. Nicht wegen des kulturellen Reichtums, nicht wegen der Schönheit der Natur, nicht weil es das "beste" Klima der Welt hat.
Es ist wegen seiner Menschen, wie sie leben, lieben und spielen. Wegen ihres Lächelns, das einhergeht mit jedem Fehler den sie machen und wegen ihrer freigebigen und kindlichen Einstellung, welche sich nicht ändert bei Regelwidrigkeiten, oder gegenüber Regierungsbeamten und Ausländern.
Für Filipinos kommt zuerst ihre Familie, dann ihre Fiestas. Jede Gelegenheit zum Feiern wird genutzt, unter der Voraussetzung, das alles mit Essen und Trinken zu tun hat. Die "Lechon-Party", wo ein Ferkel über einem Feuer geröstet wird und dann innerhalb fünf Minuten in die hungrigen Mägen verschwindet, ist etwas was man nicht versäumen sollte. "Bahalina" oder "Tuba", der lokale Palm-Wein gemixt mit Bier oder Cola macht einem
nach ein paar Gläsern schwindlig und dann ist es Zeit zum Tanzen. Irgendjemand weiß wie man Gitarre spielt und wir alle können singen, oder nicht?

 

Einige Tipps!

Die Jahreszeiten werden durch den Wind bestimmt. Amihan (Nord-Wind) von Weihnachten bis Ostern, und Habagat (Süd-Wind) von Juli bis Oktober. März bis Juni ist die trockene Zeit des Jahres, die regenreichsten Monate sind Oktober bis Februar.

Die Temperatur variiert zwischen 25 und 34 Grad Celsius, so das man keine warme Kleidung benötigt. T-Shirts, kurze Hosen, eine Nylon Jacke, falls es etwas windig ist auf dem Boot und ein anständiges Kleidungsstück, da die Chance zu einem örtlichen Geburtstag oder zu einer Hochzeit eingeladen zu werden groß ist. Leichte Sportschuhe (waschbar) und Sandalen sind empfehlenswert. Bedenken Sie, dass man Kleidung und Sandalen genauso in den Philippinen kaufen kann, für etwa die Hälfte des Preises, den man daheim dafür zahlen würde. Sonnenbrille und ein Hut oder eine Kappe schützen vor der Sonne.

Ein gutes "Erste Hilfe Paket" sollte Pflaster, Desinfektionsmittel, Tabletten zur Regulierung der Verdauung, Nasentropfen und fiebersenkende Mittel enthalten. Anti-Mückenmittel aus dem Ausland ist anscheinend nicht so gut wie die Einheimischen. Kaufen Sie etwas 'OFF' Lotion nach der Ankunft, aber vorsichtig sein, es entfernt auch Nagellack. Sonnenschutzfaktor Nr. 15 wird jedem empfohlen, der die meiste Zeit seines Lebens unter Neonlicht verbringt. Zum Anfang benötigt man den Schutzfaktor Nr. 30.

Hier noch einige Anmerkungen zum Umgang mit den Filipinos!


Das größte Problem für einen Filipino ist es, zu einem Touristen "Nein" zu sagen. "Kommt der Bus?" "Ja..." Aber wenn man nicht fragt wann er kommt, dann wartet man eventuell noch am nächsten Tag! Er kommt bestimmt, aber wann?
Englisch wird überall gesprochen. "Würden sie bitte so freundlich sein und mir ein Bier servieren (auf Englisch)?" Der Mund geht weit auf, wie ein "Aah?", gemeint ist "Was war das?" Halten Sie  es einfach! "Bier, bitte". (Usa ka beer, palihug'). 
 

"Pssssst!" wird benutzt um die Aufmerksamkeit zu fordern, ABER NUR, WENN NICHTS ANDERES KLAPPT! "Dong" (für junger Mann) oder "Dei" (für junge Frau) hört sich besser an und ist höflicher. "Nong" (Mann) und "Nang" (Frau) ist die Anrede für ältere Leute.

Mit der Hand nach unten winken (in Europäischen Ländern bekannt als "geh weg"), bedeutet hier "komm her", ist am Anfang etwas verwirrend!
Ein kurzes Hochziehen der Augenbrauen (Aufpassen, das geht schnell!) ist eine Bestätigung oder eine Begrüßung. Auf etwas hinzeigen tut man mit den Lippen (als wenn man ein Küsschen gibt).

"Salamat" heißt "Danke", "oh-oh" ist "ja", "nein" heißt "dili" und "palihug" ist "bitte".

Betonung bedeutet viel in asiatischen Sprachen. Ich erinnere mich noch daran, dass kein Farbengeschäft die Farbe black (bleck gesprochen) hatte, aber die Farbe black (black gesprochen) war sofort zu haben!

Geduld und ein Lächeln besorgen alles, was man benötigt, Ärger verursacht nur noch mehr Ärger. Einmal vertraut geworden mit den örtlichen Gewohnheiten wird man überwältigt sein von der Freundlichkeit der Filipinos, einem Volk, das es immer versteht, das Leben zu genießen!

Schreiben Sie uns!  Dr. Michael Feyerabend